Vor 16 Jahren wurden die ersten „leuchtenden“ Events dieser Art von „World of Lights“ kreiert. 

Konzept

Die „leuchtenden Events“ in Deutschland fanden ihren Anfang 2006 mit der Beleuchtung des Westfalenparks in Dortmund. Inzwischen gibt es diese Licht-­Inszenierungen in 20 Städten in Deutschland und dem angrenzenden europäischen Ausland. „Die Dunkelheit ist unsere Leinwand“, sagt der Lichtgestalter Wolfgang Flammersfeld. „Wir geben ihr Farbe mit Scheinwerfern, Projektoren und LEDs.“ Eigens kreierte Lichtobjekte machen dabei das Areal zu einer Open-Air-Kunstgalerie, in der jedes Lichtszenario seine eigene Geschichte erzählt:

Da werden ewig dunkle Höhlen in ein unterirdisches Zauberreich verwandelt, auf rund 100 m2 großen Wasserfontänen werden mit Videoanimationen Fantasybilder projiziert, Ornamente und Fantasiebilder verzaubern Parks und Wälder, Bäume hüllen sich von der Wurzel bis zur Krone in ein Lichtgewand, Sträucher, Wiesen und Wege bekommen Muster. Lichtobjekte wachsen aus dem Boden. Gebäudemauern erhalten durch Videoprojektionen und Mapping Leben. Und immer wieder tauchen an den verschiedenen Lichtplätzen leuchtende Figuren auf, geometrische Kuben, fantasievolle Lichtobjekte in Übergröße, die an „Alice im Wonderland“ denken lassen. Mal mystisch-märchenhaft und manchmal auch musikalisch-melodisch untermalt. An vielen Orten können Besucher selbst die leuchtende Kulisse mitgestalten. 

Lange vor einem Event wird am Computer konzipiert, was an welcher Stelle des Ortes platziert werden soll. Erst beim Aufbau vor Ort kann überprüft werden, ob die Wirkung tatsächlich der Vorstellung entspricht. 

Circa 400.000 Besucher sehen sich Jahr für Jahr diese leuchtenden Oasen an. 

Technische Umsetzung

Für die Umsetzung dieser Lichtinszenierungen kommen Scheinwerfer, Projektoren, LED- und Beamertechnik, leuchtende Strapse, fluoreszierende Materialien, leuchtende und beleuchtete Objekte und Videoprojektionen zum Einsatz, die aus dem firmeneigenen Fundus kommen, sodass vier große Events zugleich stattfinden können. 

Die Lichtexponate werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, wie Polyethylen, Aluminium, Holz, Tuch, Lichtleitfasern und -stripes. Manche Objekte sind tonnenschwer, andere filigrane Leichtgewichte. 

Den ganzen Sommer über werden mindestens 15 neue Lichtobjekte eigens für diese Veranstaltungen konzipiert, gebaut und arrangiert, was bedeutet, dass ein Kunstschmied das ganze Jahr über die von Wolfgang Flammersfeld entworfenen neuen Objekte umsetzt. Viele Stunden sind am Computer erforderlich, um die Videoprojektionen zu kreieren. 

Unterstützt wird Flammersfeld von seiner Crew, die mit mehreren 7,5-Tonnen-Lkw und Kleintransportern in die Location fährt. Die Aufbau-Crew ist mehrere Tage und Nächte vor Ort. Für ein Lichtevent sind 250 Mann-Stunden Aufbauarbeiten notwendig. Jeder Mitarbeiter läuft an einem Aufbautag 30.000 Schritte, es werden bis zu 10 km Kabel verlegt. Erst wenn jeder Scheinwerfer in der Dunkelheit millimetergenau mit seinem Lichtstrahl ausgerichtet ist, ist Flammersfeld zufrieden. Auch in der Fachwelt gab es Lob und Anerkennung: Seine kreative Arbeit wurde 2018 in London mit einem dritten Platz bei den Darc Awards gekürt und 2020 ­bekam er beim internationalen German Design Award in Frankfurt ebenfalls eine Auszeichnung verliehen.

Eckdaten

Auftraggeber/Veranstalter: Wolfgang Flammersfeld und Reinhard HartleifKonzept und Design: Wolfgang Flammersfeld, F&H Kultur & Entertainment GmbH, UnnaLocation: in Städten und an Orten wie Parks, Höhlen, Wälder, Burgen, Schlösser und in InnenstädtenAktuell: Stadtlichter in Unna, Paradiesgärten in Mühlbachtal, Dechenhöhle in Iserlohn, Herbstleuchten in Gondorf (Eifelpark), Herbstleuchten in Hamm, Lichtgarten in Hemer, -Parkleuchten in Lahr, Herbstlichter in Jülich, Winterleuchten in Dortmund, Frankfurt und Mannheim, Waldleuchten in Bad Lippspringe u. v. a.Lichtdesign/technische Umsetzung: Wolfgang Flammersfeld mit eigener Crew

Foto: World of Lights

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Quelle: Messe & Event Magazin

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Kategorien: Messe Event

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